
dpa/rtr | Inmitten wachsender Kriegssorgen haben sich im Iran mehrere Explosionen ereignet. Eine wurde von iranischen Medien in der Hafenmetropole Bandar Abbas am Persischen Golf gemeldet. Betroffen sei ein Wohngebäude in der südlichen Stadt Bandar Abbas, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Katastrophenschutz der Provinz Hormusgan.
Auch nahe der iranischen Hauptstadt Teheran wurde von Augenzeugen mindestens eine Explosion gemeldet. Das iranische Online-Portal Nur News berichtete zudem unter Berufung auf den Feuerwehrchef der Stadt Ahwas im Südwesten des Landes, dass sich dort eine Gasexplosion ereignet habe. Den Angaben zufolge gab es vier Tote.
Die Nachrichtenagentur Tasnim, die den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) nahesteht, dementierte Gerüchte, wonach die Explosion in Bandar Abbas ein Anschlagsversuch auf den Kommandeur der IRGC-Marine, Aliresa Tangsiri, gewesen sei.
Die staatliche Nachrichtenagentur Irna veröffentlichte ein Foto einer teilweise zerstörten Häuserfront eines mehrgeschossigen Wohnhauses. Der Grund für die Explosion sei noch unklar, hieß es.
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Iran – Was hat das mit uns zu tun?
Die Massaker in Iran, ihre Folgen und die Chancen auf einen Regimewechsel für Nahost. Eine gemeinsame Veranstaltung von taz, taz Panter Stiftung und Deutsches Theater Berlin.
Wann: So., 08.02.2026, 17 Uhr
Einlass: 16.30 Uhr
Wo: Deutsches Theater, Rangfoyer
Schumannstraße 13A
10117 Berlin
Eintritt frei. Platzreservierung erforderlich: https://pretix.eu/panter/iran/
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
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In Kürze beginnt ein dreitägiges Marinemanöver der iranischen Revolutionsgarden im Persischen Golf, an dem auch China und Russland teilnehmen sollen. Hintergrund sind militärische Spannungen. US-Präsident Donald Trump hatte eine Flotte samt Flugzeugträger in die Region verlegt. Er hatte der Führung in Teheran wiederholt gedroht, in dem Land einzugreifen, nachdem der Sicherheitsapparat brutal gegen Proteste vorgegangen war.
Trump schickt Kriegsschiffe in Richtung Iran
Mit neuen Drohungen hatte Trump zuletzt den Druck auf den Iran noch verstärkt. Aktuell seien weitere Kriegsschiffe in Richtung des Landes unterwegs – „und hoffentlich werden wir einen Deal machen“, sagte Trump bei einem Auftritt im Weißen Haus. „Wenn es keinen Deal gibt – mal sehen, was dann passiert“, fügte er hinzu.
Trump behauptete erneut, dass er mit seiner Gewaltdrohung an die iranische Regierung die geplante Hinrichtung von 837 Menschen verhindert habe. Er habe die Machthaber in Teheran gewarnt, dass sie dann „einen Preis dafür bezahlen würden, wie ihn noch nie jemand bezahlt hat“, sagte er. Der US-Präsident wollte sich nicht dazu äußern, ob er dem Iran Fristen gesetzt habe, sagte dazu aber: „Sie wissen auf jeden Fall Bescheid.“ Er bekräftigte, dass Iran einen Deal eingehen wolle.
Trump hatte der Regierung in Teheran im Zusammenhang mit der gewaltsamen Niederschlagung der jüngsten Proteste mit militärischen Angriffen gedroht. Nach der Absage der laut ihm geplanten Hinrichtungen kam es nicht dazu. Trump betont, dass er kein Atomwaffenprogramm im Iran tolerieren werde. Im Juni 2025 hatte sich das US-Militär Israels Krieg gegen den Iran angeschlossen und dort zentrale Atomanlagen bombardiert. Hintergrund des Atomstreits sind Befürchtungen westlicher Staaten, die Führung der Islamischen Republik könne nach Kernwaffen streben. Teheran bestreitet dies.
Irans Präsident Peseschkian macht Westen verantwortlich
Der iranische Präsident Massud Peseschkian wirft den USA, Israel und europäischen Staaten vor, die jüngsten Unruhen im Land geschürt zu haben. In einer live im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache sagte Peseschkian am Samstag, diese Länder hätten die wirtschaftlichen Probleme des Iran ausgenutzt, um die Gesellschaft zu spalten. Sie hätten versucht, „dieses Land zu zerreißen“.
US-Präsident Donald Trump, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die Europäer hätten die Unzufriedenheit für ihre Zwecke instrumentalisiert. Es sei offensichtlich, dass es sich nicht nur um soziale Proteste gehandelt habe, fügte Peseschkian hinzu.






