++ Nachrichten im Ukraine-Krieg ++: Massive russische Angriffe auf Kyjiw

Bei Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt werden mindestens 13 Menschen getötet. Seit Kriegsbeginn starben rund 2 Millionen Soldaten.

Klitschko: Mindestens 13 Tote bei russischem Großangriff auf Kyjiw

afp | Bei einem russischen Großangriff auf Kyjiw mit Drohnen und ballistischen Raketen sind nach jüngsten Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens 13 Menschen getötet worden. Dies teilte Klitschko am Donnerstagmorgen in Onlinenetzwerken mit, zuvor hatten Behörden von neun Toten geschrieben. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha forderte vor diesem Hintergrund von den Verbündeten mehr Munition zur Luftverteidigung.

Russland fliegt heftige Luftangriffe auf ukrainische Städte

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Erneut sind mehrere Städte in der Ukraine zur Zielscheibe einer heftigen Angriffswelle mit russischen Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern geworden. Aus der Hauptstadt Kyjiw wurden am Abend und in der Nacht Explosionen gemeldet, nach Behördenangaben gab es mindestens 10 Tote und 46 Verletzte. Mehrstöckige Gebäude – darunter ein Hotel – seien in Flammen aufgegangen, einige Wohnhäuser komplett zerstört worden, berichtete das Nachrichtenportal „The Kyiv Independent“. Demnach setzten die Angreifer Dutzende Raketen und Marschflugkörper ein.

Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst nicht überschaubar, die ersten Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Im Bericht des „Kyiv Independent“ war von einer der heftigsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn die Rede. Verängstigte Bewohnerinnen und Bewohner Kiews suchten demnach in U-Bahn-Stationen Zuflucht. (dpa)

Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Nischni Nowgorod

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die zentralrussische Region Nischni Nowgorod ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Mensch getötet worden. Zudem seien vier Personen verletzt und ‌eine Industrieanlage beschädigt worden, teilt Regionalgouverneur Gleb Nikitin mit. In der Region, die Hunderte Kilometer von der Front in der Ukraine entfernt liegt, befindet sich unter anderem die Norsi-Ölraffinerie, die zu den größten Raffinerien in Russland gehört. Die Anlage wurde bereits wiederholt von der Ukraine attackiert. (rtr)

Denkfabrik: Russische Verluste steigen schneller als die der Ukrainer

US-Kriegsexperten zufolge haben die ukrainischen Verteidiger im Abwehrkampf gegen Russland zuletzt bemerkenswerte Erfolge erzielt und die Verluste des Gegners stark in die Höhe getrieben. Laut einem Lagebericht der in Washington ansässigen Denkfabrik CSIS (Center for Strategic and International Studies) machen der russischen Armee neben ihrer stotternden Bodenoffensive und vereinzelten Geländegewinnen der Ukrainer vor allem die zunehmenden Gefallenenzahlen in den eigenen Reihen zu schaffen.

Während das Verhältnis zwischen russischen und ukrainischen Verlusten die meiste Zeit über bei 2:1 oder 3:1 gelegen habe, sei es im ersten Halbjahr 2026 schätzungsweise auf 8:1 gestiegen. Hauptgrund dafür sei der verstärkte und äußerst wirkungsvolle Einsatz ukrainischer Kampfdrohnen. (dpa)

Rund 2 Millionen Soldaten getötet seit Kriegsbeginn

Insgesamt seien seit Kriegsbeginn im Februar 2022 rund zwei Millionen Soldaten getötet, verletzt oder vermisst gemeldet worden, heißt es in dem CSIS-Bericht – allein 1,4 Millionen davon auf russischer Seite. (dpa)

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