
Kuwaits Armee meldet iranische Drohnenangriffe
Kuwaits Armee hat neue iranische Drohnenangriffe gemeldet. Die Luftabwehrsysteme würden „feindliche Angriffe“ abfangen, erklärte die Armee am Montag im Onlinedienst X. Dadurch könnten Explosionen zu hören sein. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, sie hätten Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait angegriffen.
In Bahrains Hauptstadt Manama waren am Montagmorgen Explosionen zu hören, nachdem Luftalarm ausgelöst worden war, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Das Innenministerium des Golfstaates rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben. Die USA hatten zuvor die neunte Nacht in Folge Angriffe auf Iran ausgeführt. (afp)
Keine Aussicht auf Entspannung
Ein Ende der Gewalt im Persischen Golf liegt nach jüngsten Signalen aus Washington und Teheran in weiter Ferne: US-Außenminister Marco Rubio kündigt weitere Maßnahmen gegen Iran an, weil dieser nach seinen Worten unvermindert die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus angreift. „Solange Iran darauf besteht, eine internationale Wasserstraße zu kontrollieren, werden wir darauf reagieren müssen.“
Die USA blieben jedoch stets offen für eine diplomatische Lösung. Die iranischen Revolutionsgarden teilen ihrerseits mit, die Meerenge werde unsicher bleiben, solange die „Aggression“ der USA in der Region andauere. „Diese Passage wird weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für auch nur einen einzigen Tropfen Öl und Gas sicher sein.“ (rtr)
US-Armee greift erneut Iran an
Als Reaktion auf die zuletzt im Irankrieg getöteten US-Soldaten haben die Vereinigten Staaten die neunte Nacht in Folge Angriffe auf die Islamische Republik ausgeführt. Das US-Militär erklärte am Sonntag (Ortszeit), mit den Angriffen auf Militäranlagen sollten iranische Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormus verhindert werden. Außenminister Marco Rubio forderte andere Länder in diesem Zusammenhang zu mehr Unterstützung der USA auf. Die iranischen Revolutionsgarden stoppten laut Staatsmedien unter anderem zwei Schiffe im Bereich der Meerenge.
US-Präsident Donald Trump sagte, Iran sei „wieder sehr hart getroffen“ worden. Die Angriffe seien „zu Ehren“ der „wahrscheinlich drei großartigen Patrioten“ erfolgt. Am Freitag waren bei iranischen Angriffen auf Ziele in Jordanien zwei US-Soldaten getötet worden. Ein dritter Militärangehöriger wurde zunächst vermisst. Am Sonntag erklärten die US-Streitkräfte, vor Ort seien sterbliche Überreste gefunden worden, die nun identifiziert werden sollten. (afp)
Kämpfe um Meerenge
Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, die jüngsten Angriffe in Iran hätten unter anderem Kommandozentren, Luftabwehr- und Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenabschussstellungen gegolten. Damit solle die Fähigkeit Irans weiter geschwächt werden, Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus anzugreifen. Die für den weltweiten Öl- und Flüssiggashandel wichtige Meerenge steht im Mittelpunkt der wieder aufgeflammten Kämpfe zwischen Iran und den USA.
US-Außenminister Rubio sagte, die Vereinigten Staaten würden „weiterhin tun, was nötig ist, um die weltweite Schifffahrt zu schützen“. Andere Staaten müssten jedoch „durch Ausrüstung oder Finanzmittel“ ihren Beitrag dazu leisten. „Zumindest einige Leute in Iran“ wollten die Meerenge kontrollieren und somit als „Druckmittel gegenüber der Welt“ einsetzen. (afp)
Revolutionsgarden stoppen Schiffe in Straße von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden, die ideologische Armee Irans, stoppten laut Staatsmedien zwei Öltanker im Bereich der Straße von Hormus. Die beiden Schiffe hätten versucht, auf „nicht genehmigte“ Weise über die Südroute in die Meerenge einzufahren beziehungsweise diese zu verlassen, erklärten die Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Schiffe seien „explodiert“. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) hatte zuvor erklärt, in der Straße von Hormus brenne ein Schiff. Die Brandursache sei vorerst unklar.
Die Revolutionsgarden erklärten zudem laut dem staatlichen Rundfunk, sie hätten in Akaba in Jordanien stationierte US-Militärflugzeuge mit ballistischen Raketen angegriffen. Einigen von ihnen hätten sie „schwere Schäden“ zugefügt. Des Weiteren griffen die Revolutionsgarden laut staatlichen Medien „das feindliche Kommandozentrum für Spezialeinsätze in der Region Al-Tanf in Syrien“ an. Bereits am Freitag hatten die Revolutionsgarden erklärt, dass sie den Stützpunkt Al-Tanf angegriffen hätten. Aus syrischen Militärkreisen wurde der Angriff dementiert. Die syrische Armee hatte im Februar nach dem Abzug der USA die Kontrolle über den Stützpunkt übernommen. (afp)
Rubio: USA weiter zu Gesprächen mit Iran bereit
Trotz neuer US-Luftangriffe gegen Iran hält US-Außenminister Marco Rubio an der Möglichkeit von Verhandlungen mit Teheran fest. Die USA seien weiterhin zu Gesprächen bereit, diese müssten jedoch „ernsthaft“ sein, sagte Rubio am Montag vor Journalisten. „Wir werden weiter reagieren. Wenn sich die Tür zur Diplomatie öffnet – wenn diejenigen, die etwas Konstruktives für Iran erreichen wollen, sich durchsetzen oder die Verhandlungen übernehmen -, wäre das eine sehr positive Entwicklung“, sagte Rubio. „Leider sind wir heute Abend noch nicht so weit.“
Zuvor hatte das US-Militär eine neue Serie von Luftangriffen gegen Iran geflogen. Beide Seiten haben ihre Angriffe zuletzt fortgesetzt, nachdem ein im Juni vereinbartes Rahmenabkommen zur dauerhaften Beendigung des Krieges gescheitert war. (ap)
US-Militär beendet neunte Angriffswelle gegen Ziele in Iran
Das US-Militär meldet den Abschluss von Angriffen auf Ziele in Iran in der neunten Nacht in Folge. Wie das für die Region zuständige US-Zentralkommando Centcom auf der Plattform X mitteilt, richteten sich die Schläge unter anderem gegen militärische Kommandozentralen, Einrichtungen der Küstenüberwachung und die Luftverteidigung. Zudem seien Marineeinrichtungen, Startplätze für Raketen und Drohnen sowie Kommunikationsnetzwerke getroffen worden. (rtr)
Trump: Iran zu Ehren getöteter US-Soldaten „hart getroffen“
US-Präsident Donald Trump hat sich zur neuen Angriffswelle des US-Militärs gegen Iran geäußert. „Wir haben sie heute Nacht erneut sehr hart getroffen“, sagte Trump. Der Angriff sei zu Ehren der getöteten US-Soldaten erfolgt. Zuvor war der Tod von mindestens zwei US-Militärangehörigen bei einem iranischen Angriff in Jordanien bekannt geworden. Am Sonntag meldete das US-Militär zudem den Tod eines weiteren Soldaten, der bei der kontrollierten Sprengung einer abgestürzten iranischen Drohne am Samstag im Irak getötet worden sei.
Die Gesamtzahl der in dem Konflikt getöteten US-Soldatinnen und -Soldaten stieg damit auf 17. Das US-Militär teilte in der Nacht zum Montag mit, es habe seine Angriffe auf Iran den neunten Tag in Folge fortgesetzt. (ap)
Iran: Zwei Öltanker in der Straße von Hormus gesprengt
Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden sind zwei Öltanker auf der Südroute durch die Straße von Hormus gesprengt worden und nun manövrierunfähig. Das US-Militär habe die Besatzungen aufgefordert, diese unsichere Passage zu nutzen, teilen die Garden mit. Solange die US-Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ sicher. Das US-Militär müsse sich auf eine „Strafaktion“ einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Vorfall zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Namen, Flaggen, Besatzungen oder möglichen Opfern machen die Garden keine Angaben. (rtr)
Straße von Hormus: Schiff nahe dem Oman in Brand
In der Straße von Hormus steht nach Informationen der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) ein Schiff in Flammen. Der Vorfall habe sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar ereignet, teilte UKMTO weiter mit. Die Brandursache sei zunächst noch unklar. Schiffen werde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren, während die Behörde den Vorfall untersuche. (dpa)
Berichte über neue Explosionen in Iran
Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele in Iran melden örtliche Medien in der Nacht Explosionen in mehreren Gebieten des Landes. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet. (dpa
Kuwait: Iran greift Strom- und Entsalzungsanlage an
Kuwait verurteilt einen nach seiner Darstellung iranischen Angriff auf eine Anlage zur Stromerzeugung und Wasserentsalzung. Das Außenministerium bezeichnet den Vorfall als direkten Schlag gegen lebenswichtige zivile Infrastruktur. Wiederholte Angriffe auf zivile Einrichtungen stellten eine gefährliche Eskalation dar und verstießen gegen das Völkerrecht, die UN-Charta sowie die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats. Iran trage die volle rechtliche und moralische Verantwortung für das Vorgehen und dessen Folgen, teilt das Ministerium weiter mit. (rtr)
Demokraten kritisieren Trump nach Tod von US-Soldaten
Demokratische Mitglieder des US-Kongresses haben nach dem Tod zweier weiterer Soldaten ihres Landes scharfe Kritik an der Kriegsführung von Präsident Donald Trump in Iran geübt. Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner, sagte dem Sender CBS News, es sei in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dass die USA nicht mehr Todesopfer zu beklagen hätten. „Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte“, betonte er und verwies dann auf die 16 bislang im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten. Das passiere, „wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt“.
Als stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses gehört er dem kleinen Kreis hochrangiger Kongressmitglieder an, der sogenannten „Gang of Eight“, auf die die US-Regierung Briefings zu Geheimdienstangelegenheiten in bestimmten Situationen beschränken kann. Er könne eindeutig sagen, dass „keine unmittelbare Bedrohung durch Iran bestand“, betonte Warner und warf Trump vor, den Krieg ohne Plan begonnen zu haben.
Bereits am Samstag, als das US-Militär erstmals seit März wieder den Tod von zwei seiner Soldaten infolge von iranischem Beschuss meldete, hatten mehrere Demokraten mit Kritik an Trump reagiert. „Das ist der Preis für Präsident Trumps unnötigen Krieg“, schrieb Nikki Budzinski, Abgeordnete im Repräsentantenhaus, auf der Plattform X. Ihr Parteikollege Herbert Conaway forderte Trump auf, den Krieg zu beenden. „Genug ist genug“, schrieb er auf X. (dpa)
Irakischer Ministerpräsident reist nach Teheran
Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi reist einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche nach Teheran. Bei dem Besuch in Iran sollen Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit unterzeichnet werden, wie die staatliche irakische Nachrichtenagentur meldet. (rtr)
Jordanien bestellt iranischen Geschäftsträger ein
Nach mehrfachen iranischen Angriffen auf Ziele in Jordanien und dem Tod von mindestens zwei US-Militärangehörigen hat das Land den Geschäftsträger der iranischen Botschaft einbestellt, um Protest einzulegen. Das berichtete das jordanische Staatsfernsehen. Das jordanische Militär teilte mit, am Sonntag seien mehrere iranische Raketen abgefangen worden. Opfer oder Schäden habe es diesmal nicht gegeben. (ap)
Kreise: Israel setzt Abfangraketen ein
In der israelischen Küstenstadt Eilat sind nach Angaben aus Behördenkreisen zwei Abfangraketen abgefeuert worden. Die Geschosse seien vom Stadtrand aus eingesetzt worden, um das Herabstürzen von Trümmerteilen über Wohngebieten zu verhindern, hieß es. Zuvor hatte das israelische Militär vor iranischen Raketen gewarnt, die sich der benachbarten Stadt Akaba in Jordanien näherten.
Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir erklärte, sein Land sei bereit, den Kampf unverzüglich wieder aufzunehmen. Neben Jordanien aktivierten auch Kuwait und Bahrain am Sonntag ihre Luftverteidigung, um Geschosse aus Iran abzufangen. (ap)
Rubio lobt Beiruts Friedensbemühungen
US-Außenminister Marco Rubio hat die Bemühungen der libanesischen Regierung für einen Friedensschluss mit Israel gewürdigt. Nach einem Treffen mit dem libanesischen Staatschef Joseph Aoun in Washington habe Rubio die Regierung in Beirut für ihre „entschlossenen Bemühungen gelobt, die Souveränität des Libanon zurückzugewinnen, die Hisbollah zu entwaffnen, ihre terroristische Infrastruktur zu zerschlagen und den Weg zum Frieden“ mit Israel einzuschlagen, teilte das US-Außenministerium am Sonntag mit.
Rubio erklärte demnach, Washington sei entschlossen, „die erfolgreiche Umsetzung des trilateralen Rahmenabkommens zu unterstützen“. Zudem wollten die USA die Bemühungen der libanesischen Regierung „um Frieden, wirtschaftlichen Aufschwung und eine bessere Zukunft für das libanesische Volk“ fördern. Rubio und Aoun waren am Sonntag zu Gesprächen im US-Außenministerium zusammengekommen. Es war der erste Besuch eines libanesischen Staatsoberhaupts in Washington seit 2009. Nach Angaben libanesischer Regierungsvertreter soll Aoun am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. (afp)
Libanesischer Soldat getötet – mutmaßlicher Sprengsatz der Hisbollah
Im südlichen Libanon ist ein Soldat der staatlichen Armee bei der Explosion eines Sprengsatzes getötet worden. Ein „verdächtiges Objekt“ sei in einem Militärfahrzeug explodiert, teilte die Armee mit. Die israelische Armee, die in dem Gebiet mit Bodentruppen im Einsatz ist, teilte mit, der Sprengsatz sei „höchstwahrscheinlich“ von der Hisbollah gelegt worden. Israelische Soldaten seien in dem Ort al-Mansuri nahe der Küstenstadt Tyrus in letzter Zeit nicht im Einsatz gewesen. Die Hisbollah äußerte sich nicht. (dpa)
Iran: Baustelle für Atomkraftwerk bei US-Angriff getroffen
Bei US-Angriffen auf Iran ist nach Angaben Teherans auch die Baustelle eines geplanten Atomkraftwerks getroffen worden. Ziel sei die Anlage Darchowin im Südwesten des Landes gewesen, berichtete das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf die nationale Atomenergiebehörde.
Satellitenaufnahmen des Anbieters Planet Labs PBC vom 9. Juli zeigten auf dem Gelände vor allem Erdarbeiten und nur wenige erkennbare Baufortschritte. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA erklärte, die Anlage habe sich in einer sehr frühen Bauphase befunden. Beim letzten Besuch von Atominspektoren habe es dort kein nukleares Material gegeben. (ap)
Medien: USA verlegen weitere Kampfjets nach Nahost
Die USA verlegen inmitten des eskalierenden Irankriegs Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das Wall Street Journal berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfjets vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region.
Auch die New York Times berichtet unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden. (dpa)







