ACAB bei den Grüüünen: Wenn Markus Söder sein Glück nur in Worte fassen könnte

S ehr verehrte, hochgeschätzte Frau Nietzard, liebe Bundessprecherin der Grünen Jugend!

Zunächst einmal: Reschpekt! Mit Ihrem coolen Pulli-Selfie haben Sie mehr erreicht und mehr für mich getan als ich selbst in meinem ganzen Leben. So viele Bratwürste und Schweinskopfsülzen kann ich gar nicht fressen und fotografieren, um da noch mitzuhalten. Sie haben ja eine größere Reichweite als der Taurus und mehr Wirkungstreffer. So eine Panik bei den Grünen habe ich noch nie erlebt, geschweige denn herbeigeführt.

ACAB! Da muss man erst einmal drauf kommen. Ich gebe zu, bei mir hat’s etwas gedauert, bis ich die Aufregung verstanden habe, weil das bei uns „Acht Cola Acht Bier“ heißt und als ganz normal gilt. Aber nein, wie ich gelernt habe, ist es eine uralte, pauschale Polizistenbeschimpfung. Grandios! Damit haben Sie das Unmögliche möglich gemacht: Sie sind noch primitiver als ich. Peinlich für mich. Im Vergleich zu Ihrem Geistesblitz war meine Formulierung „Den Grünen fehlt das Bayern-Gen“ ein intellektuelles Geschwurbel. Ich hätte sagen sollen: All Greens Are Bastards!

Zum Glück muss ich jetzt gar nichts sagen, denn das Grünen-Bashing haben die Grünen selbst übernommen. Dafür möchte ich Ihnen ganz persönlich herzlich danken. Um ehrlich zu sein, war ich zuletzt ziemlich verzweifelt. Der Heizungs-Habeck ist weg, die Margot Lemke auch, und die neuen Grünen kennt keine Sau. Das Einzige, was man von denen bisher weiß, ist, dass sie dem Blankoscheck für die Bundeswehr brav zugestimmt haben und den Taurus fordern. Mir fiel beim besten Willen nichts mehr ein, was man den Grünen noch vorwerfen könnte. Bis Sie kamen.

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Liebe Frau Nietzard, es war schwer, mich mit schnellen, dummen Kommentaren zurückzuhalten, weil Sie ja selbst nie zart sind und die Unschuldsvermutung beim Umgang mit Politikern überflüssig finden. Aber oberlehrerhafte Sprüche von alten Säcken über junge Frauen sind echt cringe. Deshalb habe ich das gern dem Özdemir und dem Kretschmann überlassen, der dankenswerterweise blaffte: „Ich weiß überhaupt nicht, was die bei uns will.“

Was bei vielen Linken sofort die Gegenfrage aufwarf, was der CDU-Imitator und sein Wunschnachfolger eigentlich bei den Grünen wollen. Fantastisch! Mehr Anti-Grünen-Werbung geht nicht. Danke, dass Sie im Amt bleiben! Was wäre ich nur ohne Sie?

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