D er SUV rollt erst wenige Minuten über den weißen Kiesweg, als hinter einer Kurve die verbrannten Hügel auftauchen. Es ist noch immer unglaublich still an diesem Ort, der einst ein Wald war. Obwohl das Feuer hier schon vor Jahren gewütet hat, sind nur vereinzelt kleine Inseln aus Bäumen zu sehen. In der Region Evros im äußersten Nordosten Griechenlands, in der sich der Nationalpark Dadia-Lefkimi-Soufli befindet, verbrannten im August 2023 rund 940 Quadratkilometer Wald – mehr als die Fläche Berlins. Es war der größte Waldbrand in der Geschichte der EU. Mindestens 20 Menschen starben. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei ihnen um Geflüchtete handelte, die kurz zuvor die griechisch-türkische Grenze überquert hatten.
An dem Tag, an dem das Feuer im Nationalpark ausgebrochen ist, hatte Vasileios Zafeiropoulos Feuerpatrouille. Er ist Forstwissenschaftler und arbeitet für die Gesellschaft zum Schutz der Biodiversität in Thrakien (PSTB). Die NGO hat ihren Sitz in Dadia, einem kleinen Bergdorf keine hundert Meter vom Nationalpark entfernt. Wegen des Schutzstatus gibt es kaum Straßen im Park, im Prinzip fahre man auf Patrouille einen riesigen Kreis ab, erzählt er unter einem Pavillon, nur unweit des Waldrandes. „Ich war auf der Südseite und hatte kein Signal. Als die Nachricht ankam, fuhr ich wie ein Verrückter. Auf einer Anhöhe sah ich dann die gewaltige schwarze Rauchwolke.“
Was folgte, war Chaos. Fast 20 Tage lang wüteten die Flammen. Wegen des schieren Ausmaßes des Brandes waren die Behörden und Helfer:innen in der Region zeitweise überfordert. Zahllose Orte mussten evakuiert werden. „Die Zerstörung war unvorstellbar“, sagt Zafeiropoulos, der den Wald seit seiner Kindheit kennt. „Es war entsetzlich, ein endloser Friedhof. Das Beängstigendste war die absolute Stille. Man konnte keinerlei Geräusch hören, keine Vögel, nicht einmal Insekten.“
Die Menschen in Dadia konnten nur bleiben, weil die Brandschneise das Feuer gestoppt hat. Bereits 2022 hatte es im Nationalpark gebrannt. Damals musste der Ort evakuiert werden, die Flammen reichten bis auf wenige Meter an das Informationszentrum des Parks heran. Als sich das Feuer näherte, wurde die bestehende Brandschneise noch rechtzeitig auf die doppelte Breite erweitert. Seitdem schützt ein 30 bis 50 Meter breiter, vollständig von Bäumen und Sträuchern geräumter Streifen das Dorf.
Foto: Ayhan Mehmet/imago
Die Breite der Brandschneise sei im Dadia-Nationalpark besonders entscheidend, erklärt Sylvia Zakkak. „Ein Großteil der Bäume in diesem Teil des Parks sind Kiefern. Wenn deren Zapfen brennen, explodieren sie und tragen das Feuer schnell weiter.“ Die Biologin ist leitende Naturschutzbeauftragte bei der staatlichen Agentur für Natur und Klimawandel (NECCA) und stellvertretende Leiterin der Parkverwaltung. Routiniert lenkt sie den Geländewagen durch die engen Kurven des Nationalparks, während sie erklärt, warum sich Brände hier so rasch ausbreiten.
Vasileios Zafeiropoulos, Forstwissenschaftler
Was die Kiefern im Falle eines Brandes so gefährlich macht, ist eigentlich die Art, wie sie sich fortpflanzen: Über die Zapfen verteilen sie ihre Samen. Das ist auch der Grund, warum der Nationalpark auch heute noch immer so gespenstisch leer ist. Kiefern machen einen Großteil der Bäume im Park aus. Über ihre Samen konnten sie sich nicht regenerieren, weil diese mit ihnen verbrannt sind. Anders ist es zum Beispiel mit Eichen. „Die regenerieren sich auch von ihren Wurzeln aus. Sind die nicht verbrannt, treiben sie neu aus“, sagt Zakkak. Ob die Wurzeln einen Waldbrand überstehen, hängt von der Länge und Intensität des Brandes ab. Deswegen seien auch viele Eichen hier noch nicht zurückgekehrt.
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Wann beginnt die Waldbrandsaison?
Offiziell dauert die Waldbrandsaison in vielen Mittelmeerländern von Mai bis Oktober. Durch den Klimawandel verschiebt sie sich jedoch zunehmend nach vorne und hinten: Bereits im Frühjahr treten erste größere Brände auf, während die Gefahr oft bis in den November anhält. Die höchste Gefahr besteht meist zwischen Juli und September.
Besonders betroffen sind Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Südfrankreich. In diesen Ländern führen heiße, trockene Sommer und starke Winde regelmäßig zu großflächigen Wald- und Buschbränden. Auch auf den Mittelmeerinseln steigt das Risiko.
Welche Rolle spielt der Klimawandel?
Steigende Temperaturen, längere Dürreperioden und häufigere Hitzewellen trocknen Böden und Vegetation aus. Dadurch breiten sich Feuer schneller aus und werden schwerer zu kontrollieren. Forschende gehen davon aus, dass extreme Waldbrandsaisons durch den Klimawandel häufiger werden.
Wie entstehen die Brände?
Die meisten Waldbrände werden durch den Menschen ausgelöst – etwa durch Fahrlässigkeit, technische Defekte oder Brandstiftung. Natürliche Ursachen wie Blitze spielen im Mittelmeerraum nur eine untergeordnete Rolle.
Warum werden die Feuer immer größer?
Neben dem Klimawandel trägt auch die Aufgabe traditioneller Landwirtschaft dazu bei. Verlassene Felder und Weideflächen verbuschen, wodurch sich mehr trockenes Brennmaterial ansammelt. Fachleute betonen deshalb, dass Prävention – etwa durch Waldpflege, kontrollierte Feuer oder Beweidung – ebenso wichtig ist wie die Brandbekämpfung. (dt)
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Was die Regeneration zusätzlich erschwert: Kiefer ist nicht gleich Kiefer. Der Wald im Nationalpark ist ein Mischwald und besteht neben Eichen vor allem aus zwei Kiefernarten: der Türkischen Kiefer, die vor allem im Schwarzmeerraum wächst, und der Schwarzkiefer. „Letztere wächst eigentlich in eher kühleren Zonen und ist deshalb besonders schlecht an Brände angepasst“, sagt Zakkak. Weil Griechenland für die Schwarzkiefer nicht das ideale Klima hat, wachsen die Bäume hier anders, als man sie etwa aus dem Alpenraum kennt. „Wo sie sonst hohe, sehr gerade Bäume sind, haben sie im Nationalpark eher ungewöhnlich flache Kronen.“
Und genau das ist ein Problem: Wegen ihrer flachen Kronen bieten die Schwarzkiefern einzigartige Nistplätze für den größten Greifvogel Europas, den Mönchsgeier. Die bis zu drei Meter spannenden Vögel gelten laut Weltnaturschutzunion als potenziell gefährdet und kommen in Europa außerhalb des Dadia-Nationalparks nur noch in Teilen Spaniens vor.
Foto: Marco Fründt
Der Nationalpark ist jedoch nicht nur für den Mönchsgeier ein bedeutendes Refugium: 36 der 39 in Europa vorkommenden Greifvogelarten leben hier – darunter Gänse- und Schmutzgeier sowie mehrere Adlerarten. „Nicht alle brüten im Park, manche überwintern nur“, sagt Zakkak. Das zieht jedes Jahr Tausende Vogelbegeisterte aus dem Ausland an. Doch die blieben vorerst aus, denn Waldbrände treffen auch die Beutetiere der Vögel: Kleine Reptilien und Säugetiere können den Flammen oft nicht entkommen, sodass die Greifvögel kaum Nahrung finden konnten. Eine Studie aus dem Jahr 2025 hat den starken Rückgang von Beutetieren bestätigt. „Zum Glück vermehren sie sich aber schnell“, sagt Zakkak.
Für die Mönchsgeier ist die Situation schwieriger: Nur wenige Schwarzkiefern haben das Megafeuer von 2023 überstanden. Einige stehen noch verkohlt im Wald, werden aber in den kommenden Jahren wohl zusammenbrechen. Dann wird es für die Mönchsgeier kaum noch geeignete Nistplätze geben, sagt Zakkak. Um zu verhindern, dass die Population einbricht, haben NECCA und PSTB deshalb 30 künstliche Nester aufgestellt. Schlichte Metallkörbe auf einem langen Metallpfahl, erzählt die Naturschützerin lachend, denn es gibt gute Neuigkeiten: Nur einen Tag vor dem Besuch des Parks, meldeten die Umweltschützer:innen, dass bereits zwei Geierpaare die Nester angenommen hätten.
Künstliche Nester sind aber nicht der einzige Eingriff in die Natur, der nötig ist, um die empfindliche Population zu schützen. „Wenn die lokalen Schlachter etwas übrig haben, was nicht für den menschlichen Konsum geeignet ist, bringen wir es dorthin“, sagt Zakkak und zeigt auf einen Hügel wenige Hundert Meter vom Aussichtspunkt entfernt. Seit 1987 befindet sich dort die erste Futterstation für Wildvögel Griechenlands. Durch das Fernrohr ist zu sehen, wie sich mehrere Geier um große Fleischbrocken streiten, während Raben nach den Resten picken. „Jede Woche legen wir etwa eine Tonne Fleisch aus.“ Vom Aussichtspunkt wird zugleich das Ausmaß der Brandkatastrophe sichtbar: Hinter der Futterstelle reihen sich kahle Hügel an kahle Hügel.
Das Erbe der Nazis
Früher folgten die Geier den Schaf- und Ziegenherden der lokalen Hirt:innen. Starb ein Tier, fraßen die Vögel den Kadaver. Heute gibt es kaum noch Weidewirtschaft. „Wenn Wildschweine oder Rehe im dichten Wald verenden, können die Geier sie nicht finden. Deshalb und wegen früherer EU-Vorschriften zur Entsorgung verendeter Tiere gab es lange ein Problem mit der Kadaververfügbarkeit“, sagt Zakkak. Mittlerweile wurden die Regeln gelockert. Die wenigen Hirt:innen, die es noch gibt, dürfen verendete Tiere an der Futterstation ablegen.
Die Nutztierhaltung in Ostmakedonien und Thrakien ist wie überall im Land in den 1950er Jahren stark zurückgegangen. „Die Menschen haben die ländlichen Regionen in Griechenland in Massen verlassen. Die wirtschaftliche Situation war schrecklich nach dem Zweiten Weltkrieg“, sagt Zakkak. Die deutsche Besatzung Griechenlands und der durch sie ausgelöste anschließende Bürgerkrieg haben das Land verwüstet zurückgelassen. Hunderttausende, vor allem aus ländlichen Regionen, verließen in den Folgejahren das Land. Mit ihnen verschwanden vielerorts auch Schaf- und Ziegenherden. „Es geht um die Walddichte, um die Biomasse. Gibt es Weidetiere, gibt es auch Öffnungen im Wald. Und an denen stoppt das Feuer“, sagt Zakkak.
Auch Forstwissenschaftler Vasileios Zafeiropoulos hält die Rückkehr der Weidewirtschaft für eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Megafeuer. „Der Wald war vor dem Feuer wie ein Dschungel. Und zwar, weil es keine Hirten mehr gibt.“ Mit ihren Tieren hielten sie nicht nur die Vegetation kurz, sondern wären auch früh vor Ort. „So könnten selbst kleinere Feuer schnell entdeckt und Schlimmeres verhindert werden.“ Hirt:innen und andere Menschen, die regelmäßig im Wald arbeiten, seien im Ernstfall oft die ersten, die einen Brand bemerkten. Forschungsergebnisse stützen diese Einschätzung, sagt Magdalini Pleniou. Sie ist Wissenschaftlerin am Forest Research Institute Thessaloniki und erforscht die Regeneration von Wäldern nach Bränden.
„Die Pflege von Brandschutzstreifen durch den gezielten Einsatz von Weidetieren zur Reduzierung der Biomasse hat in anderen Ländern gute Ergebnisse gezeigt.“ Die Aufgabe und Verwaldung ehemaliger landwirtschaftlicher Flächen sei, zumindest im Mittelmeerraum, eine der Hauptursachen für das erhöhte Waldbrandrisiko. Beispiele aus Spanien und Portugal zeigten, dass eine gute Flächennutzungsplanung eines der wirksamsten Instrumente zum Umgang mit Hochrisikogebieten ist. „Die Aufrechterhaltung traditioneller ländlicher Aktivitäten ist nicht nur eine Frage der Kultur oder der Wirtschaft, sondern stellt auch eine praktische und kosteneffiziente Strategie zur Waldbrandprävention dar“, sagt Pleniou.
Die drei Biolog:innen Zakkak, Zafeiropoulos und Pleniou sind sich einig: Brandvorbeugung spielt wegen des Klimawandels mittlerweile eine wesentlich wichtigere Rolle als die Brandbekämpfung selbst. „Die Brände werden immer heftiger, häufiger und sind schwerer zu bekämpfen“, sagt Pleniou. Der Trend gehe zu Megafeuern, die sich rasend schnell ausbreiten und selbst modernste Brandbekämpfungssysteme überfordern. „Solche Brände erzeugen sogar ihr eigenes Wetter.“ Zwar sorge der Klimawandel für heißere und trockenere Bedingungen, ausgelöst würden die meisten Waldbrände jedoch weiterhin durch den Menschen. „Ob absichtlich oder nicht.“
Die konservative Regierung von Kyriakos Mitsotakis scheint immerhin ein klein wenig aus den vergangenen Brandkatastrophen gelernt zu haben: Seit Januar ist es in Griechenland erlaubt, im Winter kontrollierte Brände in Hochrisikogebieten zu legen, um die Menge an Vegetation zu verringern. Ansonsten habe es die Regierung mit der Prävention aber nicht so. „Ich verstehe nicht, warum die Regierung nichts dafür tut, dass wieder mehr Menschen als Hirten arbeiten. Dabei wäre es nicht nur die günstigste, umweltfreundlichste, sondern vor allem auch eine schnell umsetzbare Maßnahme“, sagt Vasileios Zafeiropoulos.
Foto: Giorgos Kontarinis/Eurokinissi/picture alliance
„Der Ansatz der Regierung räumt oft der unmittelbaren Sicherheit von Menschen und Eigentum Vorrang ein, was natürlich notwendig ist“, sagt Magdalini Pleniou. „Meiner Meinung nach ist es aber wirksamer, mehr in die Prävention zu investieren, um das Risiko von Waldbränden zu verringern, als sich in erster Linie auf Löschmaßnahmen zu konzentrieren.“ So fordern es auch die meisten Umweltschutzorganisationen.
Magdalini Pleniou, Waldbrandforscherin
Die staatliche Initiative AntiNero zur Waldbrandprävention etwa setzt seit 2022 vor allem auf Brandschneisen, das Entfernen von Totholz und den Ausbau von Waldwegen. „AntiNero ist eine gute Maßnahme, aber sehr teuer“, sagt Zafeiropoulos. Andere Vorhaben, wie die Papastratos‑Initiative oder das Nationale Wiederaufforstungsprogramm, setzen dagegen auf die Pflanzung Zehntausender Bäume. Doch genau Aufforstung als Lösung ist ein Waldbrandmythos, mit dem Wissenschaftlerin Pleniou gerne aufräumen würde: „Die Forschung zeigt, dass die natürliche Regeneration effektiver ist. Der Wald kann unter den entsprechenden Bedingungen von allein wieder wachsen.“ Aufforstung sei nur in so stark zerstörten Gebieten sinnvoll, in denen eine natürliche Regeneration nicht mehr möglich ist.
Aus Feldforschung und Datenanalysen im Dadia-Nationalpark zieht Waldökologin Pleniou eine klare Schlussfolgerung: „Der Schweregrad des Brandes ist der wichtigste Faktor, der die Regeneration nach einem Brand beeinflusst.“ Gemeinsam mit mehreren griechischen Universitäten hat Vasileios Zafeiropoulos die Erholung des Waldes an 180 Standorten untersucht. Dabei unterscheiden die Forschenden drei Schweregrade: „Bei geringer Schwere sind die meisten Bäume noch am Leben, weil das Feuer zwar den Boden erfasst hat, aber nicht bis in die Baumkronen vorgedrungen ist. Bei mittlerer Schwere werden die Baumkronen vollständig zerstört, einige Zapfen überleben jedoch. Beim dritten Schweregrad werden die Bäume vollständig schwarz. Nichts überlebt.“
Trotzdem blickt Zafeiropoulos vorsichtig optimistisch auf den Dadia-Nationalpark, obwohl auch dort große verbrannte Flächen dem höchsten Schweregrad zuzuordnen sind. „Die Regeneration verläuft wie vorgesehen“, sagt er. Entscheidend sei nun, dass es in den kommenden mindestens 15 Jahren keinen weiteren Großbrand gebe. „Erst dann haben die Nadelbäume genügend Samen gebildet, um ihr Überleben zu sichern.“ Deshalb wird der Nationalpark wissenschaftlich eng begleitet. „Nur so können wir sicher sein, dass wir die nötigen Informationen haben, um im Zweifel die richtigen Maßnahmen einzuleiten.“
Erneute Brände zu vermeiden, ist entscheidend, sagt Waldbrandforscherin Pleniou. Den Dadia-Nationalpark hält sie für beispielhaft: „Obwohl das Feuer dort sehr heftig war, hinterließ es mehrere unverbrannte Inseln. Die sind sehr wichtig und dienen als Ausgangspunkte für die natürliche Regeneration.“ Erste Anzeichen der Erholung seien bereits sichtbar, doch das Ökosystem bleibe äußerst anfällig.
Infografik: planet-neun.de
Wiederholte Brände könnten die Landschaft dauerhaft von Wald in Buschland verwandeln. Gleichzeitig werden Megafeuer durch den Klimawandel immer häufiger. „Wir können die Risikobedingungen für ein kritisches Brandjahr zwar recht gut vorhersagen“, sagt Pleniou. Ob ein Jahr jedoch tatsächlich katastrophal werde, hänge weiterhin von menschlich verursachten Zündquellen und kurzfristigen Wetterbedingungen wie starken Winden ab. Dadia habe sich nach früheren Bränden bereits einmal erstaunlich gut auf natürliche Weise erholt.
Über all das machen sich die riesigen, am Himmel kreisenden Mönchsgeier vermutlich keine Gedanken. Wenigstens was die Tiere angeht, ist die stellvertretende Parkleiterin Sylvia Zakkak beruhigt: „Es läuft gut. Die Vögel sind da und machen sich unsere verrückten Ideen mit den künstlichen Nestern zunutze.“ Jetzt muss nur noch die Flora mitziehen. „Dann haben wir in zehn, fünfzehn Jahren hoffentlich wieder etwas, was ein bisschen wie ein Wald aussieht. Aber um das zu erreichen, was wir einmal hatten, werden wir mindestens 50 Jahre brauchen.“ Trotz aller Widrigkeiten will auch Naturschützer Zafeiropoulos nicht aufgeben: „In all der Schwärze ein klitzekleines Schimmern von Grün zu sehen, gibt mir Hoffnung.“ 2027 will NECCA im Park Hirsche auswildern. Die sollen dann den Job erledigen, den einst Hirt:innen mit ihren Ziegen und Schafen erledigt haben. Am Ende müssen die Waldbewohner:innen also selbst ran.







