Versteckte Kamera: Sauer macht lustig

Die Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ versteckt seit Jahrzehnten Kameras und veräppelt Leute. Unser Kolumnist fragt sich, wie man andere dafür anmeldet.

C hristian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet (un)regelmäßig den „Specht der Woche“.

Ich mag die Sendung „Verstehen Sie Spaß? Versteckte Kamera“ sehr gerne. Meistens ist das lustig. Als ich es das letzte Mal geschaut habe, haben sie eine alte Folge wiederholt. In der wurde ein Toilettenhäuschen auf Rädern an einen Berg gestellt. Das habe ich gemalt. Das war direkt neben einer Skipiste.

Im Häuschen saß ein Lockvogel. Und wenn jemand versucht hat, die Tür zu öffnen, ist die Toilette – mit dem Lockvogel drin – den Berg heruntergerollt. Die Leute haben sich ganz schön erschreckt. Manche haben sich geärgert. Aber wenn es aufgelöst wird, lachen die meisten.

Ich erinnere mich an eine andere Folge, in der ein Auto auf einem Feld von selbst gefahren ist. Ohne einen Fahrer. Der Besitzer wusste gar nicht, was passiert. Es gibt da ganz viele Folgen. Mittlerweile wird das von dieser Frau moderiert, die auch den Eurovision Song Contest macht. Barbara Schöneberger.

Ich finde, man könnte so was auch mal bei der taz machen. Versteckte Kamera. Da gibt es bestimmt einiges, das man ausprobieren könnte. Ich weiß nur nicht, wie man das mit der Anmeldung macht. Und es wäre vermutlich auch besser, wenn das niemand vorher wüsste.

Protokoll: Clara Dünkler

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit “Alles beginnt im Zentrum”. Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion.

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