Gewalt in der DR Kongo: UNO bittet um 2,5 Milliarden Dollar US-Hilfe

Angesichts der Gewalt in der DR Kongo hat die UNO finanzielle Unterstützung erbeten. Die USA soll mehr als 2,5 Milliarden zur Verfügung stellen.

New York AFP | Angesichts der anhaltenden Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo durch die von Ruanda unterstützte M23-Miliz hat die UNO von den USA 2,54 Milliarden Dollar (2,45 Milliarden Euro) an humanitären Hilfen für dieses Jahr erbeten. Die Finanzierung sei „entscheidend für die Bereitstellung lebensrettender Hilfe“ für die elf Millionen Menschen, die in dem Land am dringendsten Hilfe benötigten, erklärte die UNO am Donnerstag. Betroffen seien unter anderem 7,8 Millionen Binnenflüchtlinge.

Nach UN-Schätzungen sind in der DR Kongo 21,2 Millionen Menschen von „beispiellosen mehrdimensionalen Krisen“ betroffen. Dazu gehörten Klimakatastrophen im Zusammenhang mit der weltweiten Erderwärmung sowie Epidemien. Hinzu komme der anhaltende Konflikt im Osten der DR Kongo.

Die bewaffnete Miliz M23 hat in den vergangenen Wochen große Gebiete im Osten der DR Kongo eingenommen, darunter die Provinzhauptstädte Goma und Bukavu. Dies erschwert nach UN-Angaben den Zugang für humanitäre Hilfen erheblich.

Der Plan der Vereinten Nationen für 2025 umfasst unter anderem die Unterstützung von 1,5 Millionen Kindern, die an akuter Unterernährung leiden, sowie die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser für fünf Millionen Menschen und die Bekämpfung von Epidemien wie Cholera, Masern und Mpox. Auch die Unterstützung der Rückkehr von Vertriebenen und die Vorbereitung auf Klimakatastrophen sind demnach Bestandteil der Hilfsmaßnahmen.

US-Präsident Trump kürzt Entwicklungshilfen

Die Pläne der UNO werden jedoch möglicherweise durch die von US-Präsident Donald Trump vorgenommene Kürzung fast aller von Washington bereitgestellten internationalen Entwicklungshilfen beeinträchtigt. Im vergangenen Jahr stellten die USA 70 Prozent der Mittel für die humanitären UN-Hilfsmaßnahmen bereit.

Trump hatte jedoch unmittelbar nach seiner Vereidigung per Dekret die US-Auslandshilfen für 90 Tage weitgehend eingefroren. Später genehmigte die Regierung einige Ausnahmen für humanitäre Hilfen. Programme, die nicht mit Trumps „Amerika-First“-Politik übereinstimmten, sollten einer Prüfung unterzogen werden. Am Mittwoch gab das US-Außenministerium dann die drastische Kürzung der Haushaltsmittel für internationale Entwicklungshilfeprogramme bekannt.

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