+++ Nachrichten im Nahost-Krieg +++: Geisel-Übergabe im Gazastreifen hat begonnen

Rotes Kreuz hat erste Geiseln überstellt

08:03 Uhr: Die sieben freigelassen Hamas-Geiseln sind in israelischer Obhut. Das Rote Kreuz habe sie an die Armee übergeben, teilt ein Vertreter des israelischen Militärs mit. Zuvor hatte die radikal-islamische Palästinenser-Organisation die ersten der 20 noch lebenden Geiseln im Gazastreifen an das Rote Kreuz überstellt. Die übrigen 13 sollen auch noch am Montag freikommen. Auch die Leichen verstorbener Geiseln sollen von der Hamas übergeben werden. (dpa)

Weitere Geiseln sollen um 10 Uhr freigelassen werden

07:54 Uhr: In Israel haben Berichte über die Freilassung der ersten sieben von der islamistischen Hamas im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln für riesige Erleichterung und Freude gesorgt. Auf dem „Platz der Geiseln“ im Zentrum der Küstenmetropole Tel Aviv brach am Morgen unter Tausenden dort versammelten Menschen Jubel aus. Mehrere israelische Medien berichteten, dass sieben der vor mehr als zwei Jahren aus Israel entführten Menschen dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben wurden.

Dabei handelt sich demnach um Alon Ohel, Matan Angrest, Guy Gilboa-Dalal, Eitan Mor, Gali und Ziv Berman sowie Omri Miran. Alon Ohel, Gali und Ziv Berman sind auch Deutsche. Sie kamen nach insgesamt 738 Tagen in qualvoller Geiselhaft frei. Insgesamt sollen heute 20 der letzten lebenden Geiseln freikommen. Eine zweite Freilassungsrunde wurde um 10.00 Uhr (9.00 Uhr MESZ) erwartet.

Rotes Kreuz meldet Start von Übergabe-Operation

07:40 Uhr: Die komplizierte Operation zur Übergabe der im Gazastreifen verbliebenen Geiseln aus Israel hat begonnen. Das teilt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit.

„Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eine mehrphasige Operation gestartet, um die Freilassung und Überstellung von Geiseln und Häftlingen im Rahmen eines Waffenruheabkommens zwischen Israel und der Hamas zu erleichtern“, teilt die Organisation mit. „Das IKRK wird auch die Überführung der sterblichen Überreste der Verstorbenen erleichtern, damit die Familien ihre Angehörigen in Würde beerdigen können.“

Das IKRK betont seine Rolle als neutraler Vermittler, der in die Verhandlungen über die Freilassung nicht beteiligt war. Es sei Aufgabe der Parteien, für Sicherheit und Würde zu sorgen. Das IKRK werde aus Respekt vor den Betroffenen weder Bilder von den Freigelassenen noch Videos von der Übergabe veröffentlichen, teilte es mit. (dpa)

Rotes Kreuz meldet Übergabe von Geiseln

07:15 Uhr: Nach mehr als zwei Jahren Gefangenschaft hat die Freilassung der ersten von der islamistischen Hamas im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln begonnen. Mehrere israelische Medien berichteten am Morgen, dass sieben der aus Israel entführten Menschen dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben worden seien. (dpa)

Rotes Kreuz auf dem Weg zum Treffpunkt für Geisel-Übergabe

06:57 Uhr: Mitarbeiter des Roten Kreuzes befinden sich nach Angaben des israelischen Militärs auf dem Weg zu einem Treffpunkt im nördlichen Gazastreifen, wo mehrere Geiseln von der Hamas in ihre Obhut übergeben werden sollen. Die Armee sei zudem auf die Aufnahme weiterer israelischer Geiseln vorbereitet, die zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls an das Rote Kreuz übergeben werden sollen. (rtr)

Geiselübergabe soll um 7 Uhr starten

06: 57 Uhr: Vor der erwarteten Freilassung der letzten lebenden Geiseln hat die Hamas eine Liste mit den Namen jener 20 Menschen vorgelegt, die sie am Montag an Israel übergeben will. In einer Mitteilung vom Montagmorgen wurden zudem die mehr als 1.900 palästinensischen Gefangenen aufgeführt, die im Gegenzug freikommen sollen.

Bereits in der Nacht zu Montag hatten sich zahlreiche Menschen auf dem Platz der Geiseln in der israelischen Stadt Tel Aviv versammelt, um gemeinsam der Freilassung zu harren. „Es ist sehr aufregend“, sagte Meir Kaller nach einer schlaflosen Nacht auf dem Platz. Israelische Fernsehsender übertrugen live von dort.

Nach einer Übergabe an das Rote Kreuz sollen die Geiseln von israelischen Soldaten in den Militärstützpunkt Reim gebracht werden, wo ihre Angehörigen auf sie warten. Israelischen Medienberichten zufolge soll die Übergabe von 20 noch lebenden Geiseln um 8 Uhr morgens, 7 Uhr deutscher Zeit beginnen.

Dass auch die sterblichen Überreste von allen der bis zu 28 toten Geiseln gleichzeitig übergeben werden, galt als unwahrscheinlich. In einem Schreiben des israelischen Geiselbeauftragten Gal Hirsch an die Angehörigen der Verschleppten hieß es, die Toten würden für eine Identifizierung in ein gerichtsmedizinisches Institut gebracht. Eine internationale Einsatztruppe solle in der Folge damit beauftragt werden, jene Leichen zu finden, die nicht übergeben worden seien. Einige könnten unter Trümmern vergraben sein.

Auch Palästinenser warteten auf die Freilassung der palästinensischen Häftlinge aus israelischen Gefängnissen. Unter ihnen sind etwa 250, die lebenslange Haftstrafen in Israel absitzen, sowie rund 1.700 Palästinenser, die während des Gaza-Krieges festgenommen wurden und ohne Anklage in Israel festgehalten wurden. (ap)

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