
Reformen wollen alle, nur selbst treffen sollen sie einen nicht. Das kann man wohl mit Fug und Recht aus diesem Kommentar zusammenfassen.
Sicher, der Bafög-Satz ist nicht sonderlich hoch, aber er wird auf weitere Einkünfte nicht verrechnet. Eine Vorzugsbehandlung, die sich andere Leistungsbezieher wünschen würden.
Was die Autorin hier mit sozialem Unfrieden anführt, sind weiche Faktoren. An denen ist sogar etwas dran, nur bei Studenten nicht. Insofern ist es ein Totschlagargument, eine Behauptung, das Lobbyisten gerne anführen, wenn ihnen nichts Stichhaltigeres einfällt.
Es ist nun einmal so, dass in der aktuellen Lage – das Land befindet sich seit vier Jahren im Abschwung – jeder seinen Beitrag geben muss. Auch Studenten.
Vorschlag: Wie wäre es, den Leistungsbezug auf Studenten zu begrenzen, die ihn wirklich benötigen? Wenn ich hier morgens auf den Uni-Parkplatz schaue, fahren immer noch zu viele Bafög-Empfänger mit dem gebrauchten BMW zur Vorlesung. Weniger polemisch: Schlupflöcher schließen – es ist nicht einzusehen, dass die Tochter des Professors oder Regierungsrates Bafög bezieht.
Mit Bafög alleine ist es nicht getan. Da sind immer noch die sich wegduckenden Superreichen!







