Israel tötet Journalistin in Libanon: Die tödlichen Angriffe auf die Presse haben Kalkül

Der Tod der Journalistin Amal Khalil war ein gezielter Mord durch Israels Militär. Es braucht internationale Konsequenzen – nicht nur in ihrem Fall.

I srael hat schon wieder eine Journalistin in Südlibanon gezielt angegriffen und Hilfe durch Beschuss der Helfer verhindert – trotz vereinbarter Waffenruhe. Die Tötung von Amal Khalil ist keine Einzeltat. Es ist die gewollte Fortsetzung eines jahrzehntelangen Musters der israelischen Armee, Medienschaffende sowohl in Palästina als auch in Libanon gezielt einzuschüchtern, anzugreifen und zu töten. Wie lange sollen wir noch über die Morde an unseren Kol­le­g*in­nen schreiben?

Israels Militär griff Ersthelfer, die nach Khalil suchen wollten, gezielt an. Das Rettungsteam vom Roten Kreuz musste auf eine israelische Genehmigung warten, um zurückzukehren. In dieser Zeit starb Amal Khalil. Auch die libanesische Armee brauchte eine Genehmigung, um einen Bulldozer zu schicken, um die Journalistin unter Trümmern zu bergen. Die Genehmigung sollte ein sogenannter „Überwachungs-Mechanismus“ der Waffenruhe ausstellen – ein Kommunikationskanal über die UN, dem Vertreter der USA und Israels angehören. In welchem Land müssen Rettungshelfer auf die Genehmigung eines anderen Landes warten, um Hilfe im eigenen Gebiet zu leisten?

Wenn nicht einmal die UN-Friedensmission unsere Kol­le­g*in­nen schützen kann – wer dann? Aufklärung und Strafverfahren wären das Mindeste. Nicht nur im Fall Khalil. Israels Militär hat seit 2023 insgesamt 14 Medienschaffende in Libanon getötet. Sowohl 2025 als auch 2024 war die israelische Armee für zwei Drittel aller Tötungen von Jour­na­lis­t*in­nen weltweit verantwortlich.

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Das Töten von Jour­na­lis­t*in­nen hat Kalkül. Israels Militär räumt so die Zeugen der Verbrechen, die es begeht, aus dem Weg, um sie zum Schweigen zu bringen – und Kol­le­g*in­nen einzuschüchtern. Diejenigen, die Kriegsverbrechen dokumentieren, werden selbst zu Opfern dieser Verbrechen.

Nur sehr wenige Fälle wurden untersucht, in keinem Fall wurde jemand zur Rechenschaft gezogen. Die Straflosigkeit für wiederholte israelische Kriegsverbrechen gegen Jour­na­lis­t*in­nen muss endlich aufhören. Sonst wird es wieder passieren, dass wir Kol­le­g*in­nen zu Grabe tragen.

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