+++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Russland schießt erneut auf Brücke in Kyjiw

Moldau meldet Einschläge

Russische Drohnen sind nach offiziellen Angaben auf moldauischem Staatsgebiet eingeschlagen. „Fünf russische Luftangriffswaffen, darunter „Banderol“-Raketen und Drohnen, haben unseren Luftraum verletzt und sind auf unserem Boden explodiert“, schrieb die moldauische Präsidentin Maia Sandu auf der Plattform X.

Nach Armeeangaben waren Explosionen in Ortschaften im südöstlichen Teil Moldaus zu hören. Zu möglichen Opfern oder Schäden gab es keine Angaben. Im angrenzenden südukrainischen Odessa gab es zu den genannten Zeiten einen Luftalarm. (dpa)

Ukraine: Russland hat Schiff getroffen

Russland hat ukrainischen Angaben zufolge ein unter liberianischer Flagge fahrendes Frachtschiff in einem der ukrainischen Schwarzmeerhäfen in der Region Odessa angegriffen. Dabei sei eine Person getötet und drei weitere verletzt worden, teilt die ukrainische Hafenverwaltung ‌mit. In einer Erklärung über die App „Telegram“ hieß es, dass 13 weitere Besatzungsmitglieder in Sicherheit gebracht worden seien. Da sich der Krieg nun bereits im fünften Jahr befindet, hat Russland seit dem Sommer seine Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen faktisch wieder aufgenommen, wodurch Handelswege unterbrochen, Getreide- und Stahlexporte eingeschränkt und der ukrainischen Wirtschaft ein schwerer Schlag versetzt wurden. (rtr)

Russland beschießt erneut Brücke in Kyjiw

Russland setzt seine Angriffe auf Straßenbrücken in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw fort. Ein Angriff am Samstag auf der Nordbrücke über den Dnipro habe die Fahrbahnoberfläche und Leitungen für Obusse beschädigt, teilte Bürgermeister Witatli Klitschko mit. Der Verkehr sei eingestellt worden. Es kam den dritten Tag in Folge zu Staus. Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet.

In sozialen Medien verbreitete Videos zeigen anscheinend den Moment des Einschlags, während Fahrzeuge über die Brücke fahren. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Brücke erleichtere „Truppenbewegungen und den Transport militärischer Güter“ für die ukrainischen Streitkräfte. Der Angriff erfolgte einen Tag, nachdem russische Attacken drei der sechs Straßenbrücken Kyjiw s über den Dnipro ganz oder teilweise unpassierbar gemacht hatten. Außerdem trafen die Angriffe Wohnhäuser, Supermarktlager, Tankstellen und Rechenzentren.

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht außerdem Marschflugkörper vom Typ Banderol auf die Region Odessa abgefeuert, um die Flugabwehr zu überlasten. Es handle sich um kostengünstige, düsengetriebene Geschosse, die über einem Gebiet kreisen können, nach Zielen suchen und beim Aufprall detonieren.

Die moldauische Präsidentin Mia Sandu erklärte, fünf russische Geschosse, darunter Banderol-Marschflugkörper und Drohnen, seien in den moldauischen Luftraum eingedrungen und auf dem Territorium ihres Landes explodiert. Der Krieg greife gefährlich auf ihr Land über, schrieb sie auf der Plattform X. „Moskau bringt Menschen in ganz Europa in Gefahr und muss gestoppt werden“, fügte sie hinzu.

Ukrainische Drohnen beschädigten in der westrussischen Stadt Kaluga mehrere Wohnhäuser und verletzten Menschen. Gouverneur Wladislaw Schapscha nannte allerdings keine Zahlen. Im Laufe der Nacht seien 13 Drohnen über seiner Region abgeschossen worden, teilte er mit. (ap)

Ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Belgorod

Bei einem ukrainischen Angriff auf die an die Ukraine angrenzende russische Oblast Belgorod ist ‌russischen Angaben zufolge eine Person ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASS berichtet. Reuters konnte diesen Bericht aus dem Kriegsgebiet nicht unabhängig überprüfen. (rtr)

Putin beobachtet Ural-Manöver mit China, Belarus und Pakistan

Der russische Präsident Wladimir Putin hat der Agentur Interfax zufolge ein Militärmanöver in der Ural-Region beobachtet, bei dem auch Truppen aus China, Belarus und Pakistan im Einsatz gewesen seien. Bei der Übung seien zudem russische strategische Bomber im Einsatz gewesen. Der Kreml bezeichnete das Manöver der Agentur Tass zufolge als routinemäßig. (rtr)

Tote und Verletzte bei russischem Luftangriff auf Charkiw

Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 28 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Möglicherweise befänden sich noch weitere Opfer unter den Trümmern getroffener Wohnhäuser.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf dem russischen Militär vor, auf Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin die Städte der Ukraine zu zerstören. „Aus Geheimdienstinformationen und von einigen Personen aus Putins Umfeld wissen wir, dass Putin Anfang September gesagt hat: ‚Jetzt gibt es keine Regeln mehr‘“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Russland habe die Ukraine nicht besetzen können. „Deshalb führen sie nun massive Angriffe durch und töten in großem Umfang.“

Das russische Militär hat die Angriffe gegen ukrainische Städte in den vergangenen Wochen verstärkt. Vor allem die großen Ballungszentren wie Kyjiw, Charkiw oder Odessa stehen im Visier der russischen Luftwaffe, von Kampfdrohnen oder ballistischen Raketen. (dpa)

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