
Die erste Enthauptung ist ein Schlüsselmoment im Leben eines jeden Jugendlichen. Ein Link landet im Facebook-Postfach, man klickt darauf und ein Video startet: Ein Mann kniet, ein weiterer mit einer Machete. „Sind das Schauspieler?“, denkt man noch, da ist der Kopf schon ab. Verstört muss man sich dann zum Abendessen begeben, die Fragen der Eltern ertragen, wie die Schule war, und so tun, als sei das eigene Leben eben nicht für immer verändert worden.
Enthauptungsvideos sind nur ein Bruchteil dessen, wovor Kinder im Internet geschützt werden sollten. Die digitale Welt ermöglicht Cybermobbing, Desinformation und Radikalisierung. Dann sind da noch Groomer, die speziell Apps für Kinder missbrauchen, um mit ihnen in Kontakt zu kommen. Kinder können online früh pornografischen Inhalten ausgesetzt sein oder erpresst werden, wenn sie manipuliert wurden, Nacktbilder von sich zu verschicken.
Vor all diesen Gefahren warnt Collien Fernandes in ihrem neuen Podcast „Likes und Nebenwirkungen“. Mit Leonie Lutz, Gründerin der Plattform „Kinder digital begleiten“, erklärt sie in der ersten Folge, wie man junge Menschen schützen kann.
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Denn – dieser Wahrheit können sich Eltern wohl kaum mehr entziehen – irgendwann kommt die Frage des Kindes, wann es endlich das erste Smartphone haben und wann es Social Media nutzen darf. Nicht 16 Jahre, wie in Australien beschlossen, sondern 14 hält Lutz für das richtige Alter, um Kinder mit Begleitung an soziale Medien heranzuführen.
Schließlich seien soziale Medien auch ein wichtiger Begegnungsort, etwa für Queers oder andere marginalisierte Jugendliche. Und Smartphones sind nicht nur böse, sondern ein nützliches Werkzeug.
Nützlich ist auch der Podcast, zumindest für Eltern, die zu faul sind, zu googeln. Hier sind alle Informationen hübsch zusammengetragen. Dass Collien Fernandes selbst Opfer von digitaler Gewalt wurde, macht ihre Warnung umso dringlicher.






