Die US-Wahl auf taz.de: Wer wird die USA regieren?

• Am 5. November 2024 wählen die USA eine neue Spitze: Kamala Harris tritt für die Demokraten an, Donald Trump für die Republikaner.

• Von Mitternacht bis in den Morgen deutscher Zeit sprechen Jan Feddersen und Simone Schmollack im Livestream zur US-Wahl. Ihnen zugeschaltet werden 33 Ex­per­t*in­nen und Korrespondent’innen live aus den USA.

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• Mit größter Spannung erwartet werden die Ergebnisse aus den Swing States, die die Wahl entscheiden könnten: Arizona, Nevada, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, North Carolina und Georgia.

0.20 Uhr: Die älteste Überlebende des Tulsa-Massakers stimmt für Kamala Harris. Viola Ford Fletcher, 110 Jahre alt, hat in Oklahoma ihre Stimme abgegeben. Auf einem Foto, das auf X geteilt wurde, trägt Fletcher einen „I voted“-Sticker. Laut der CNN-Journalistin Abby Phillip hat Fletcher für die Vizepräsidentin gestimmt, wie sie es zuvor angekündigt hatte.

0.15 Uhr: Auf wen tippen die Talk-Moderator:innen? Bernd Pickert ist eher pessimistisch: „Pennsylvania wird schwierig für Harris zu gewinnen sein“, sagt er. Simone Schmollack tippt auf Harris. „Ist auch ein Wunsch“, fügt sie hinzu. Auch Jan Feddersen hofft auch auf Harris. (rlf)

0.10 Uhr: Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social schreibt Trump: „Eine Menge Gerede über massiven Betrug in Philadelphia. Gesetzeshüter unterwegs!!!“ Seth Bluestein, Philadelphia City Commissioner, entgegnet auf X darauf, an dieser Behauptung sei „absolut nichts dran. Es ist ein weiteres Beispiel für Desinformation. Die Stimmabgabe in Philadelphia war immer sicher.“ Der Bezirksstaatsanwalt von Philadelphia, Larry Krasner, betont, dass Trumps Vorwürfe haltlos seien: „Es gibt keinerlei faktische Grundlage innerhalb der Strafverfolgung, um diese wilde Behauptung zu stützen. (…) Wenn Donald J. Trump irgendwelche Fakten hat, die seine wilden Behauptungen stützen, wollen wir sie jetzt haben.“ (kla)

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0.02 Uhr: In Teilen von Indiana und Kentucky schließen die ersten Wahllokale.

0.00 Uhr: Los geht’s! Die taz-Journalist*innen Jan Feddersen und Simone Schmollack begleiten uns zusammen mit taz-Auslandsredakteur Bernd Pickert durch die US-Wahl-Nacht. 33 Gäste werden sich über die Nacht live zuschalten. Ergebnisse gibt es noch keine. Denn: „Vor drei Minuten haben die ersten Wahllokale geschlossen“, sagt Bernd Pickert. Im Fokus dieser Wahl stehen die sieben Swing States: Arizona, Georgia, Michigan, Nevada, North Carolina, Pennsylvania und Wisconsin. (rlf)

23.50 Uhr: Aufgrund der Bombendrohungen, die an Wahllokale versendet wurden, bleiben zwei Wahllokale in Georgia eine Stunde länger offen. (kla)

23.44 Uhr: FOX6NEWS und CNN berichten, dass in Wisconsin Tausende Stimmzettel neu ausgezählt werden müssen. Wie die Stadt Milwaukee am Dienstagnachmittag mitteilte, müssen rund 30.000 Stimmzettel wegen eines Problems mit den Tabulatoren, den Maschinen, die die Wahlzettel auswerten, neu ausgezählt werden. Stadtsprecher Jeff Fleming sagte, dass die Türen zu diesen Maschinen nicht richtig geschlossen waren. Das Problem betraf die sowohl die vorzeitige Briefwahl und als auch die persönliche Stimmabgabe.

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Abgesehen vom erneuten Öffnen der Umschläge für diese Stimmzettel und der Arbeit, die anfällt, bevor die Stimmzettel durch die Wahlmaschinen laufen, muss jeder Stimmzettel neu bearbeitet werden. Nach Angaben der Stadt könnte die Neuauszählung der Stimmzettel Stunden dauern. Die technische Störung könnte instrumentalisiert werden: Bei der Wahl vor vier Jahren vermutete Präsidentschaftskandidat Donald Trump wegen eines ähnlichen technischen Problems Wahlmanipulation (kla)

23.31 Uhr: Fast drei Viertel der Wähler glauben, dass die US-amerikanische Demokratie bedroht ist. Dies geht aus einer landesweiten Wahltagsbefragung von Edison Research hervor. Reuters berichtet, dass Demokratie und Wirtschaft mit Abstand die wichtigsten Themen für die Wähler waren, gefolgt von Abtreibung und Einwanderung. Diese vorläufigen Ergebnisse können sich im Laufe der Nacht noch erheblich ändern, wenn mehr Menschen befragt werden. (kla)

23.28 Uhr: CNN spricht über die Exit Polls, die Wahlumfragen: 67 Prozent der Demokraten haben ihre Stimme dezidiert Harris gegeben, weil sie wollen, dass die aktuelle Vizepräsidentin die nächste Präsidentin wird. Mehr als 20 Prozent haben ihre Stimme den Demokraten gegeben, weil sie verhindern wollen, dass Trump Präsident wird. Bei den Republikanern stimmten 80 Prozent für die Person Trump, 17 Prozent vor allem gegen die Option von Harris als Präsidentin. (kla)

22.56 Uhr: Laut Reuters bestätigt das FBI mit, dass am Wahltag Bombendrohungen an Wahllokale in drei umkämpften Bundesstaaten – Georgia, Michigan und Wisconsin – verschickt wurden, von denen viele offenbar von russischen E-Mail-Domains stammten. „Keine der Drohungen hat sich als glaubwürdig erwiesen“, sagt das FBI. Mindestens zwei Wahllokale in Georgia, die betroffen waren, wurden kurzzeitig evakuiert. 30 Minuten später konnten die beiden Wahllokale in Fulton County wieder geöffnet werden, wie die Behörden mitteilten. Der Bezirk bemüht sich um eine gerichtliche Verfügung, um die Wahlzeiten über die landesweite Frist von 19 Uhr hinaus zu verlängern. (kla)

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22.03 Uhr: FOX News und weitere lokale US-Medien berichten, dass ein Richter in Pennsylvania einen Antrag auf Verlängerung der Wahlzeiten bis 22.00 Uhr (Ortszeit) genehmigt hat. „Der Wahlvorstand von Cambria County hat heute früh erfahren, dass eine Software-Fehlfunktion im elektronischen Wahlsystem des Bezirks die Wähler daran gehindert hat, ihre Stimmzettel einzuscannen“, sagte County Solicitor Ron Repak in einer Erklärung. Laut den Wahlbehörden wird niemand, der wählen möchte, abgewiesen werden. Der Vorsitzende des Republikanischen Nationalkomitees (RNC), Michael Whatley, forderte die Wähler auf, trotz der Verzögerung in der Schlange zu bleiben und ihre Stimmen abzugeben.. „Dies sollte die Wähler nicht davon abhalten, in ihren Wahllokalen zu wählen.“ (kla)

22.00 Uhr: In einer Stunde sollten die ersten Exit Polls verfügbar sein. In zwei Stunden schließen in den ersten Bundesstaaten die Wahllokale. (kla)

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21.47 Uhr: Mehr als 700.000 Menschen in Georgia haben bisher am Dienstag gewählt, sagte Brad Raffensperger, der Secretary of State zur New York Times. In Georgia, einem der Swing States dieser Wahl, sind die Wahllokale noch knapp über drei Stunden geöffnet. (kla)

21.40 Uhr: Next level Bromance: „Elon Musk verbringt Wahlnacht mit Trump“, berichtet „FOX News“ mit Verweis auf die New York Times. Teil der Pläne von Vizepräsidentin Kamala Harris für heute Abend ist der Besuch ihrer Alma Mater, der Howard University in Washington, D.C.

21.26 Uhr: Rund 83 Millionen US-Amerikaner*innen haben bereits vor dem Wahldienstag ihre Stimme abgegeben. Das sind mehr als die Hälfte aller Stimmen, die 2020 für Joe Biden und Donald Trump abgegeben wurden, meldet CNN. (pkt)

🐾 21.05 Uhr: Im Swing State Nevada ist Vizepräsidentin Kamala Harris im Wahlkampf eine Aufholjagd gelungen – auch mit ihrem Eintreten für das Recht auf Abtreibung. Johannes Streeck berichtet aus dem Swing State Nevada, in dem Harris gute Chancen hat.

🐾 20.45 Uhr: Parallel zur Präsidentschaftswahl am Dienstag wählen die USA auch einen Teil des Senats und das Repräsentantenhaus neu. Ohio ist besonders umkämpft. Welche Rolle die Wahlen für die beiden Kongresskammern spielen und wieso sie so wichtig sind, erklärt Bernd Pickert.

20.37 Uhr: Am Tag vor der Wahl durfte sich Ex-Präsident Donald Trump noch über einen einflussreichen Unterstützer freuen: Joe Rogan, populärster Podcaster auf Spotify, früherer Standup-Comedian und bekannter Kommentator der Ultimate Fighting Championchip (UFC) erklärte am Vorabend der Wahl seine Unterstützung. Zuvor hatte er eine Sendung mit Elon Musk veröffentlicht, der für Trump einen Teil der Wahlkampforganisation übernommen hatte.

Am 26. Oktober war Trump bei ihm im Podcast Gast, fünf Tage später Trumps Vizekandidat J.D. Vance. Und am Montag dann Musk. Ein Interview mit der Kamala Harris kam nicht zustande, nachdem Harris offenbar die Bedingung gestellt hatte, nicht in Rogans Studio in Austin, Texas kommen zu müssen, sondern an einem anderen Ort aufzuzeichnen, der besser in ihren Terminkalender gepasst hätte. Das könnte ein großer Fehler gewesen sein – Rogan hat allein auf Youtube 18 Millionen Abonnenten, sein dreistündiges Interview mit Trump hat mehr als 45 Millionen Aufrufe. Rogans Publikum sind vor allem junge Männer – eine Wählergruppe, mit der sich Harris eher schwer tut. (pkt)

20.33 Uhr: Die New York Times berichtet über erste Hinweise auf Unruhen in Washington. NYT-Korrespondent Luke Broadwater schreibt: „Die Polizei des US-Kapitols hat die Führungen im Besucherzentrum des Kapitols in Washington unterbrochen, nachdem ein nach Benzin riechender Mann versucht hatte, den Kapitolskomplex mit einer Fackel und einer Leuchtpistole zu betreten. Der Mann wurde verhaftet, nachdem die Polizei ihn bei einer Kontrolle gestoppt hatte. Die Polizei ist in höchster Alarmbereitschaft für jegliche Anzeichen von versuchter Gewalt, nachdem ein Pro-Trump-Mob das Kapitol nach der letzten Präsidentschaftswahl gestürmt hatte.“ (kla)

20.10 Uhr: Bombenwarnungen an verschiedenen Wahllokalen, berichtet CNN. Per Mail sollen Drohungen an Wahllokale verschickt worden sein, unter anderem in Georgia. Die Mails sollen einen russischen Ursprung haben. „Das Ziel ist, Unruhe zu stiften“, sagt ein CNN-Reporter. (kla)

20.06 Uhr: Laut CNN wird die Wahl an den Swing States Wisconsin und Pennsylvania hängen. (kla)

🐾 19.46 Uhr: Welche Rolle spielen Wahlwetten im US-Wahlkampf? Klaudia Lagozinski hat sich angesehen, wie Online-Wetten auf den Ausgang der Wahl in den USA funktionieren.

🐾 19.44 Uhr: Wer gewinnt denn nun? Und wann weiß man das?Bei den vergangenen US-Wahlen dauerte es mehr als eine halbe Woche, bis das Ergebnis feststand. Das könnte diesmal schneller gehen. Wann genau wo in den USA die Stimmen ausgezählt werden, erklärt Bernd Pickert.

🐾 19.42 Uhr: Pennsylvania ist einer der sieben kritischen Swing States, welche die Präsidentschaftswahl in diesem Jahr entscheiden dürften. 2016 ging Pennsylvania an Trump, 2020 holten die Demokraten sich den Staat zurück. Korrespondent Sebastian Moll hat sich in Reading umgesehen, wo Freiwillige aus anderen Bundesstaaten anreisen, um die Demokraten im Wahlkampf zu unterstützen.

19.37 Uhr: Noch sind die Wahllokale offen. Ex-Präsident Donald Trump hat am Nachmittag seine Stimme abgegeben. Alle blicken auf die umkämpften Swing States, in denen sich entscheiden könnte, wer als nächs­te*r Prä­si­den­t*in ins weiße Haus einzieht. (kla)

19.33 Uhr: Ruhig, aber leicht angespannt stehen die Menschen Schlange vor den Wahllokalen im ganzen Land. Die würdevolle Natur des Wahlprozesses steht im Kontrast zu dem stark aufgeladenen US-Wahlkampf, der von zwei Attentatsversuchen gegen den republikanischen Kandidaten Donald Trump sowie von Trumps ungezügelten Schmähungen seiner demokratischen Rivalin Kamala Harris geprägt war. Die Wahlbeteiligung gilt als entscheidend. Demokraten schneiden besser ab bei gebildeteren und besser verdienenden Wählerinnen und Wählern, die regelmäßig zur Wahl gehen. Trump hat um benachteiligtere Bürger geworben, die den Wahlurnen oft fernbleiben. Beide Kandidaten bemühten sich zudem darum, eine jüngere Wählerschaft hinter sich zu versammeln. Die Warteschlangen, die sich in der Früh vor den Wahllokalen an der US-Ostküste bildeten, deuten darauf hin, dass viele Menschen sich die Aufrufe der Kandidaten, Prominenten und Aktivisten zu Herzen nehmen, ihrer Bürgerpflicht nachzukommen. (afp)

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