Tödliche Hitze durch Klimawandel: Die drei wichtigsten Klima-News der Woche

Die Hitzewelle im Juni ist durch den Klimawandel tödlicher geworden. Banken stecken mehr Geld in Kohle. Und Großalgen können bei der Klimarettung helfen.

Berlin taz | Die extreme Hitze, die Ende Juni in vielen Teilen Europas herrschte, wurde durch den Klimawandel noch verstärkt. Auch die Zahl der Todesopfer ist aufgrund der Klimakrise auf das Dreifache gestiegen, zeigt eine Studie der Forschungsgruppe World Weather Attribution aus dieser Woche. Darüber sprechen Verena Kern und Sandra Kirchner im klima update°.

Außerdem: Banken haben zuletzt wieder mehr in Kohleprojekte investiert. Weltweit am meisten pumpen Geldhäuser aus China in den Sektor, gefolgt von den alten Industrieländern. Hierzulande ist die Deutsche Bank der größte Kohle-Geldgeber mit über zwei Milliarden Euro in den letzten drei Jahren, wie ein Bericht von mehreren Organisationen zeigt.

Der massenhafte Anbau von Großalgen in den Ozeanen soll CO2 in ganz großem Stil binden. So lasse sich das Klimasystem wieder stabilisieren, heißt es in einem Strategiepapier der Energy Watch Group (EWG). Doch in der Praxis hat der Ansatz seine Wirksamkeit und Verträglichkeit noch nicht unter Beweis gestellt.

klima update°: der Podcast zu Klimapolitik, Energiewende und Klimaforschung. In Kooperation mit dem Onlinemagazin klimareporter° und der taz Panter Stiftung. Immer auf taz.de, Spotify, Deezer, iTunes und überall, wo es sonst noch Podcasts gibt.

taz lesen kann jede:r

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei!

Jetzt unterstützen

  • informationsspiegel

    Related Posts

    +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump spart nicht mit Beleidigungen gegen Iran
    • April 5, 2026

    Der US-Präsident droht mit Angriffen auf zivile Infrastrukturen und spricht zugleich von einer bevorstehenden Einigung. Der Einsatz zur Rettung eines US-Waffenoffiziers lief womöglich nicht ganz reibungslos ab. mehr…

    Weiterlesen
    Parlamentswahl in Ungarn: Und Schuld haben ausländische Kräfte
    • April 5, 2026

    Bei der Parlamentswahl in Ungarn sieht es für Fidesz und Viktor Orbán nicht gut aus. Doch Orbán könnte sich mit „Einmischung von außen“ herausreden. mehr…

    Weiterlesen

    Nicht verpassen

    +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump spart nicht mit Beleidigungen gegen Iran

    • 14 views
    +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Trump spart nicht mit Beleidigungen gegen Iran

    Parlamentswahl in Ungarn: Und Schuld haben ausländische Kräfte

    • 13 views
    Parlamentswahl in Ungarn: Und Schuld haben ausländische Kräfte

    Ammoniakfabrik in Mexiko: Menschenrechte? Hier nicht

    • 13 views
    Ammoniakfabrik in Mexiko: Menschenrechte? Hier nicht

    Mangelware Quark und Skyr im Supermarkt: Finger weg von meinen Grundnahrungsmitteln!

    • 13 views
    Mangelware Quark und Skyr im Supermarkt: Finger weg von meinen Grundnahrungsmitteln!

    Mark-Rothko-Retrospektive in Florenz: Rothko rennt gegen die Wand

    • 12 views
    Mark-Rothko-Retrospektive in Florenz: Rothko rennt gegen die Wand

    Im Wochenendhaus: Mein Körper will auf dem Land sein, mein Kopf in der Stadt

    • 13 views
    Im Wochenendhaus: Mein Körper will auf dem Land sein, mein Kopf in der Stadt