Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft: Migration menschlich machen

Es gibt vieles, das im deutschen Migrationssystem falsch läuft. Oftmals dauert es Monate, manchmal Jahre, bis Menschen, die in Deutschland ankommen, arbeiten dürfen. Das schadet oftmals ihrer mentalen Gesundheit, ihrem Selbstwertgefühl, der Integration und es kostet den deutschen Staat viel Geld. Das nutzen Rechte, um gegen Geflüchtete oder MigrantInnen zu hetzen.

Europa überhaupt zu erreichen, ist außerdem extrem gefährlich. Menschen riskieren alles, wenn sie auf Schlauchbooten übers Mittelmeer fahren, und werden dann als Gefahr für Recht und Ordnung geframed, wenn sie an den Küsten ankommen. Für diese zwei Probleme, Zugang zu Arbeit und lebensgefährliche Fluchtwege, versucht diese Podcastfolge Lösungen zu entwerfen. Win-win-Situationen, die sowohl Menschen auf der Flucht als auch der deutschen Gesellschaft dienen.

Zu Gast ist Nazenin Wali, Multimedia-Journalistin bei der Deutschen Welle. Sie ist selbst zum Arbeiten aus Afghanistan nach Deutschland gekommen und kennt die Probleme, die damit einhergehen. Teile ihrer Familie kamen über Resettlement-Programme nach Deutschland. Sie kennt sich also auch mit sicheren Fluchtwegen bestens aus. Zudem zu Gast ist Franziska Schindler, Redakteurin in der wochentaz. Schon im Studium spezialisierte sie sich auf Menschenrechte und Migration und setzt sich bei der taz schon seit Langem mit den Themen Flucht und Migration auseinander. Moderiert wird die Folge von Alice von Lenthe.

Geschafft? Sechs Podcastfolgen

Während des „Flüchtlingssommers 2015“ erlebte Deutschland innerhalb weniger Monate eine ungewohnt hohe Zuwanderung. Über 1,8 Millionen Menschen migrierten beziehungsweise flohen insgesamt im Jahr 2015 nach Deutschland, viele kamen aus Kriegsgebieten, aus Syrien, Afghanistan und Irak.

In Deutschland zeigten damals viele Menschen große Hilfsbereitschaft, nahmen Geflüchtete auf, spendeten Kleidung und Spielzeug und fuhren selbst an die Grenzen, um zu helfen. Der prägendste Satz dieser Zeit war wohl die Aussage der damaligen CDU-Kanzlerin Angela Merkel: „Wir schaffen das!“

Zugleich war diese Zeit auch der Anfang eines Rechtsrucks in Deutschland. Die AfD gewann über die vergangenen zehn Jahre stark an Zuspruch in der Bevölkerung – vor allem mit dem Thema Migration. Auch die Parteien der Mitte fordern mittlerweile Abschiebungen im großen Stil und eine harte Begrenzung von Migration.

Um diese Entwicklung ging es von Mitte August bis Ende Dezember 2025 in sechs Folgen der Podcastreihe „Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft“. Hier kamen taz-Redakteur*innen zu Wort, die sich mit den Ereignissen rund um Flucht und Migration der letzten zehn Jahre auskennen, sowie Medienschaffende, die selbst 2015 nach Deutschland kamen.

Die Podcastreihe „Geschafft? Zehn Jahre nach der Ankunft“ ist ein Projekt der taz Panter Stiftung. Parallel zu den sechs Podcastfolgen werden zehn Kolumnen von diesen und anderen Geflüchteten unter dem Titel „Ankommen“ im taz-Schwerpunkt zu 10 Jahren Flüchtlingssommer veröffentlicht.

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