
Mir drängt sich in letzter Zeit der Verdacht auf, dass der linksorientierte Politikwechsel eher von Journalist*innen bedroht wird, die dazu beitragen, dass die Linke pauschal als antisemitisch abgestempelt wird.
Das ständige wiederholen der Behauptung , dass “die Linke” ein Antisemitismus-Problem hätte, wird nicht nur von politischen Gegnern gerne aufgegriffen, sondern verstärkt sicher auch vorhandene Spannungen innerhalb der Partei.
Bei der pauschalen Unterstellung wird in der Regel großzügig darauf verzichtet, einzelne, möglicherweise antisemitische Äußerungen richtig einzuordnen.
So hat die Linke z.B. in Berlin 19.200 Mitglieder.
Davon gehören ca. 2000 dem Bezirksverband Neukölln an. Dort gibt es eine AG Palästina-Solidarität, die u.a. auch Proteste organisiert.
Selbst dieser AG pauschal Antisemitismus zu unterstellen verbietet sich, auch wenn es einzelne Akteure geben mag, die radikale (antisemitische?) Positionen vertreten.
Seitens jüdischer Organisationen und der Springer Medien werden propalästinensische und antiisraelische oft mit antisemitischen Positionen gleichgesetzt.
Die Landespartei hat sich immer klar und glaubhaft von jeder Form des Antisemitismus distanziert.







